Strandgeschichten:
- Familie, italienisch wahrscheinlich, mit Strandmuschel, Handtüchern, Sonnenschirmen, mindestens fünf Familienmitglieder und einem Koffer! Ein roter Trolley! Was um Himmels Willen will man am Strand mit einem Trolley?
- Kleinstfamilie, Vater in Badehose mit Buggy und aufgeblasenem Minischlauchboot (Passt aber nur ein Baby wirklich gut rein), Mutter im Bikini mit schlafendem Baby auf dem Arm. Der Vater zieht den Buggy durch den Sand bis ca. zwei, drei Meter vors Wasser. Dort wird der Buggy abgestellt und man begibt sich ins Meer. Zumindest soweit, bis Mutter und Vater bis zu den Hüften im Wasser stehen. Das Baby liegt schlafend im Miniboot und wird von den leichten Wellen geschaukelt. Das geht eine Weile so und ich überlege mir, ob das Baby vielleicht „Moses“ heißt oder ich eingreifen muss, wenn sie es im offenen Meer zurücklassen. Dann scheint das Baby erwacht zu sein. Mutter nimmt das Baby auf den Arm, man verlässt das Wasser, nimmt den Buggy mit und entfernt sich vom Strand. Soll das jetzt ein Bad im Meer gewesen sein? Bei dem keiner der Beteiligten richtig nass geworden ist? Zu kalt kann das Meer mit ca. 27-28 °C auch nicht sein. Stellen sich diese Leute so ihren Urlaub vor?
- Kleinfamilie, Vater, Mutter, Sohn, Tochter in dieser Altersreihenfolge. Alle mit Bermudashorts, Hemd und Hut. Die Kinder jeweils mit einem Minidrachen von ca. 30 auf 20 cm an der Leine. Kommentar der Mutter: „Wenn’s de Nordsee ausg’halten ham, wern’s des a no überleben!“ Man geht zum Wasser. Die Kinder halten die Drachen in der Hand, Vater und Mutter betrachten abwechselnd den Horizont mit einem Fernglas oder machen Fotos mit der Digicam. Die Familie fällt auf! Einige Familienmütter und -väter drehen sich in ihre Richtung. Nicht nur, weil sie alle komplett angezogen sind (incl. Schuhe), sondern auch, weil die Kinder sehr unterernährt aussehen. Die Hüften des wohl 5-jährigen Jungen könnte ich mit meinen beiden Händen locker umfassen, wobei sich die Finger vorne und hinten berühren würden. Das Mädchen war noch dürrer. Nach einiger Zeit des so am Strand Herumsitzens wirft die Mutter aus „Spaß“ die Schuhe des Jungen in das Meer. Der Junge muss hinterher, wobei seine Hose wird dabei notgedrungen nass wird. Als Revanche dafür bewirft der Junge die Mutter mit Sand. Daraufhin läuft sie ihm mehrmals hinterher, bis sie ihn einmal auch tatsächlich erwischt und wirft ihn ins Meer. Der nunmehr komplett nasse Junge beschwert sich lauthals, denn durch den stetig wehenden Wind muss ihm natürlich jetzt relativ kalt sein. Der Vater packt nun seine Frau und wirft sie ebenfalls, aber nur halbherzig, ins Wasser. Sie beschwert sich ebenso, weil das alles so „bäh“ sei, da sie ja jetzt nass ist. Daraufhin entfernt sich die Familie wieder vom Strand. Man stellt sich die Frage, ob die Familie Mitglieder einer Sekte sind, die nicht Baden gehen dürfen? Oder ist das für diese Familie tatsächlich eine Form von Urlaub? Nicht mehr lange, bis die Kinder merken, das es auch anders, freier, lustiger zugehen kann.
- Der Bikini! Ich wusste nicht, dass es Bikinis auch in Überüberübergrößen gibt. Im Grunde sieht es schon nicht mehr wirklich gut aus, wenn der Bauch schon über das Unterteil hängt. Ich bin auch nicht der dünnste, wirklich nicht, aber gehe jede Wette ein, dass meine Badehose flach hingelegt nur ein Drittel oder höchstens die Hälfte der Breite der Bikinihose jener Dame einnimmt. Nee, nicht mehr schön!

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