Dass sich die Werbung manchmal zu sprachlichen Neuschöpfungen hinreißen lässt, ist bekannt. In manchen Fällen ist es nicht mehr leicht ein Produktangebot richtig zu lesen. Nehmen wir einmal einen Handyvertrag. 12 bis 15 klein und grau gedruckte Fußnoten auf der entsprechenden Internetseite sind da keine Seltenheit. Doch man muss gar nicht nach unten scrollen, die Kurzbeschreibung des Handys (eines großen Anbieters) an sich ist schon missdeutlich:
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„Mit Internet Flat“ lese ich so, dass ich mit diesem Handy ins Internet kann und die dortigen Seiten lesen und die eine oder andere Datei herunterladen kann, ohne dabei auf die Datenmenge achten zu müssen. Also ist die Nutzungsmöglichkeit schon mal dabei oder anders ausgedrückt: im Vertrag „mit drin“. – So einfach, so gut!
„abzgl. Gutschrift“ lese ich so, dass ich bei Nutzung dieses Handys und damit verbunden dieses Vertrages eine bestimmte Menge Geld pro Monat auf die Rechnung gutgeschrieben bekomme und damit weniger zahlen muss. – Auch gut!
Aber jetzt wird’s richtig kompliziert: Wohin gehört das „inkl.“ = inklusive = einschließlich?
„Mit Internet Flat inkl.“ ist Unsinn, da ich keine Sache extra einschließen muss, die ohnehin schon „mit“ dabei ist.
„inkl. abzgl. Gutschrift“ ist noch größerer Unsinn, da ich damit etwas einschließe, was ich gleich drauf wieder abziehe.
Diese grammatikalische Entgleisung ist übrigens bei fast allen Handys dieses Anbieters zu finden.

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